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Schüler und Schülerinnen der 6. Jahrgangsstufe machen eine Exkursion mit einer "navis lusoria" und imitieren so eine Patrouille auf der Naab!

Als "navis lusoria" wird ein römischer Kriegsschiffstyp der Spätantike bezeichnet. Lusoriae nannte man schmale, flachgehende Ruderboote, die von etwa 30 Ruderern angetrieben wurden. Mit diesen Schiffen fuhren die römischen Soldaten gerade auch in seichten und unübersichtlichen Flussgebieten Patrouille, um rechtzeitig Feinde erspähen zu können.

"Ridentem dicere verum!" ("Lachend die Wahrheit sagen!") Unter diesem Motto der Horaz’schen Satiren begrüßte Markus Janka, Professor für Latein und Altgriechisch an der Ludwig-Maximilians-Universität, die Schülerinnen und Schüler des Q11-Lateinkurses unter der Leitung von Dr. Sabine Seifert, Elisabeth Piller und Dr. Michael Stierstorfer in seiner Vorlesung am 12.07.18 im Hörsaal des Hauptgebäudes.

Tägliches Duschen, Händewaschen vor dem Essen, Desinfektionstücher in der Handtasche. Allgegenwärtig ist für uns Hygiene, doch kaum einer weiß, dass das Wort auf die griechische Göttin Hygieia zurückgeht, die Göttin der Gesundheit und Tochter des Aesculap, des Gottes der Heilkunst, der dem Unterweltsgott Hades verhasst war, weil er ihm durch seine Fertigkeiten die Seelen vorenthielt. Dies und viel mehr erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a/b und 6d/e auf ihrer Exkursion in die Glyptothek und die Antikensammlung in München zum Thema antike Götter.

Eine Bühne, ein Mikrophon und eine Stimme, eine Stimme, die am 2. Mai etwa 100 Zuhörer in ihren Bann zog, mit alten Geschichten, mit den Geschichten, die Ovid uns erzählt hat vor 2000 Jahren und die nie an Faszination verloren haben.

Martin Ellrodt aus Fürth, ein Geschichtenerzähler, wie er sich selbst nennt, fesselte die Zehntklässler des Albertus-Magnus-Gymnasiums und ihre Eltern einen Abend lang mit den Metamorphosen Ovids, diesem carmen perpetuum, dem Gewebe aus Schicksalsfäden und Bildern vom menschlichen und göttlichen Schicksal, das von fortwährender Verwandlung spricht und niemals endet.

"Den Fischen wird das Meer durch riesige Uferbauten zu eng", spöttelte einst Horaz beim Anblick der Villen am Golf von Neapel. Der Faszination der Region um Pompeji und den Vesuv, vor 2000 Jahren wie heute ein touristischer Magnet, ein Ort der Reichen und Schönen, kann sich kaum einer entziehen.

Die Fachschaft Latein lud deshalb unter Federführung von OStRin Margit Scharl den renommierten Professor Dr. Umberto Pappalardo vom Centro Internazionale Studi Pompeiani zu einem Vortragsabend zum Leben und Luxus am Golf von Neapel ans Albertus-Magnus-Gymnasium ein.