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"Den Fischen wird das Meer durch riesige Uferbauten zu eng", spöttelte einst Horaz beim Anblick der Villen am Golf von Neapel. Der Faszination der Region um Pompeji und den Vesuv, vor 2000 Jahren wie heute ein touristischer Magnet, ein Ort der Reichen und Schönen, kann sich kaum einer entziehen.

Die Fachschaft Latein lud deshalb unter Federführung von OStRin Margit Scharl den renommierten Professor Dr. Umberto Pappalardo vom Centro Internazionale Studi Pompeiani zu einem Vortragsabend zum Leben und Luxus am Golf von Neapel ans Albertus-Magnus-Gymnasium ein.

Eine Bühne, ein Mikrophon und eine Stimme, eine Stimme, die 120 Zuhörer in ihren Bann zog, mit alten Geschichten, mit den Geschichten, die Ovid uns erzählt hat vor 2000 Jahren und die nie an Faszination verloren haben. Martin Ellrodt aus Fürth - ein Geschichtenerzähler, wie er sich selbst nennt - fesselte die Zehntklassler des Albertus-Magnus-Gymnasiums und ihre Eltern einen Abend lang mit den Metamorphosen Ovids, diesem carmen perpetuum, dem Gewebe aus Schicksalsfäden und Bildern vom menschlichen und göttlichen Schicksal, das von fortwährender Verwandlung spricht und niemals endet.

Crossover - das ist keine Erfindung der Moderne, sondern gab es bereits in der Antike: Das konnten die L1-Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 A, B und C unter der Leitung von Frau Dr. Huller, Frau Dr. Seifert und Frau Ebnet zusammen mit dem Studienseminar Latein am Beispiel der Sonderausstellung der Staatlichen Antikensammlungen am Münchner Königsplatz "Die Etrusker. Von Villanova bis Rom" am 06.12.16 eindrucksvoll erfahren. Das Lateinbuch führt uns in der 6. Klasse tief in die Welt der Etrusker – die Ausstellung bereicherte unsere Lektüreerfahrungen durch viele anschauliche Funde und Modelle.

Zeitreisende Römer begegnen jungen Bayern und Amerikanern, Latein trifft auf Englisch und Bairisch. Daraus entwickelten Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums einen Kurzfilm, mit dem sie beim "Bundeswettbewerb Fremdsprachen" 1. Landessieger wurden.

210 nach Christus: Ein Geldbeutel fällt in die Donau, ein junger Römer und seine Schwester springen hinterher. Der magische Regensburger Strudel zieht sie ins Jahr 2015 – wo sie an der Steinernen Brücke auf eine Schülerin des Albertus-Magnus-Gymnasiums und ihre amerikanische Austauschschülerin treffen.

Als "navis lusoria" wird ein römischer Kriegsschifftyp der Spätantike bezeichnet. Lusoriae nannte man schmale, flachgehende Ruderboote, die von etwa 30 Ruderern angetrieben wurden. Mit diesen Schiffen fuhren die römischen Soldaten gerade auch in seichten und unübersichtlichen Flussgebieten Patrouille, um rechtzeitig Feinde erspähen zu können.