Slideshow7.jpg

Wieviel verdient ein Abgeordneter? Warum sind die Bundestagsdebatten oft so langweilig? Was machen die Abgeordneten in Berlin, wenn sie nicht im Bundestag sitzen?
Mit vielen typischen und manchen klischeehaften Fragen wurde Dr. Astrid Freudenstein, MdB und Mitglied des Stadtrats in Regensburg für die CSU am Donnerstag, dem 16.6., von den Schülern der Klassen 10c und 10d konfrontiert. Aber für Frau Freudenstein waren auch kniffligere Fragen, wie die von den aktuellen Ereignissen in Regensburg inspirierte nach der Spendenpraxis von Unternehmen und dem Umgang der Parteien damit, kein Problem. Routiniert und ohne zu zögern beantwortete sie alle ihr gestellten Fragen und musste keine Antwort schuldig bleiben. Was sie persönlich von der aktuellen Spendendiskussion hält, verriet sie uns aber nicht.

Am Montag, dem 18.4.2016, war Staatsministerin Emilia Müller auf Einladung des Wahlkurses "Politik und Zeitgeschichte" zu Gast am Albertus-Magnus-Gymnasium. Nach einer kurzen Einführung und Begrüßung durch Schulleiter Sebastian Thammer ging sie gleich in medias res und verzichtete - auch aufgrund des staubedingten verspäteten Beginns der Veranstaltung - auf eine längere Vorstellung ihrer Person und ihres Werdegangs. Sie stellte knapp ihre derzeitige Hauptaufgabe als Ministerin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, nämlich sich um die Integration von Flüchtlingen in Bayern zu kümmern, vor.

Am Freitag, dem 11. März, war der Abgeordnete des Europaparlaments, Ismail Ertug (SPD), zu Gast am AMG. Im Rahmen des Wahlkurses „Politik und Zeitgeschichte“ und mit freundlicher Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung entwickelte sich eine spannende Fragerunde zur Europäischen Union und deren Politik.

Nachdem einige Mitglieder des Politik- und Zeitgeschichte-Kurses in ihrer Freizeit ein äußerst gelungenes Video zu einem selbst gestalteten Poetry-Slam gedreht und dieses anschließend als Bewerbung eingereicht hatten, gewann dieses Video auch den Wettbewerb. Die Belohnung für alle: die Teilnahme des Wahlkurses an der Euroscola im Europäischen Parlament in Straßburg. Dabei handelte es sich um ein europäisches Event für Schüler, die aus so gut wie allen Mitgliedsstaaten der EU nach Straßburg angereist kamen, um dort vor Ort mehr über die Arbeit des Parlaments zu erfahren und anschließend in Gruppen über verschiedene Aspekte und Schwierigkeiten der europäischen Politik zu debattieren, dabei eigene Vorschläge einzubringen sowie mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern zu kommunizieren. Des Weiteren sollte wohl auch das Interesse der Jugend für die EU gefördert werden, ist es doch eine große Sorge der Politik, dass die nachrückende Generation sich nicht so recht mit der Idee eines einheitlichen Europas identifizieren zu können scheint. Auf jeden Fall durfte der Wahlkurs des Albertus-Magnus-Gymnasiums unser Land in Straßburg vertreten.

Auf Initiative von zwei Schülern aus dem Wahlkurs "Politik und Zeitgeschichte" war am Freitag die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger am Albertus-Magnus-Gymnasium in Regensburg zu Gast. Durch ihr langjähriges Engagement für Datenschutz erlangte sie bundesweit Aufmerksamkeit, und ihre tiefgreifende und langjährige Erfahrung wurde in ihrem Vortrag zur Vorratsdatenspeicherung ersichtlich. Von dem Volkszählungsurteil 1983, in der das erste Mal das Recht auf informationelle Selbstbestimmung verankert wurde, bis zur jüngsten Verfassungsbeschwerde gegen die Mindestspeicherfristen – es gibt kaum ein Ereignis zu dieser Problematik, bei dem die langjährige FDP-Politikerin nicht an vorderster Front dabei war. Ihre frühe Beschäftigung mit dem Umgang mit persönlichen Daten zeigt auch, dass dieses Thema nicht erst im Zeitalter des Internets relevant wurde.