Für vier Schülerinnen und Schüler endete nun die zweijährige „Individuelle Lernzeitverkürzung“ (ILV). Dieses Instrument wurde vor allem dafür geschaffen, Schülerinnen und Schülern, die bereits in der achten Klasse davon ausgehen, dass sie die elfte Klasse im Ausland verbringen oder diese gar überspringen wollen, zusätzliche Unterrichtsstunden in der neunten und zehnten Klasse anzubieten, um die „fehlende“ elfte Klasse etwas auszugleichen. Allerdings sind weder der Auslandsaufenthalt noch das Überspringen Pflicht und das zeigt sich auch bei der aktuellen ILV-Gruppe: Zwei von ihnen werden die elfte Klasse in USA bzw. Kanada absolvieren, eine Schülerin wird die elfte Klasse überspringen und ein Schüler ganz normal in die elfte Klasse vorrücken.

Foto: privat

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Am Ende der ILV haben die vier eine kurze Bilanz über ihre zusätzlichen ILV-Stunden in Mathematik, Deutsch, Englisch und (in der zehnten Klasse) Physik gezogen. Beendet wurden die zwei Jahre mit einer Repetitoriumswoche und einer Exkursion ins „document Kepler“. Hier Auszüge aus ihren Erfahrungen:
„In den zwei Jahren ILV habe ich (v.a. in Mathe) einen ausführlichen Einblick in die 11. Klasse bekommen. Dadurch habe ich auch weniger Angst vor der Oberstufe. Mir ist anfangsr schwergefallen meine Zeit gut einzuteilen, aber mit der Zeit hat sich das verbessert.“ (Nayeon Lee)
„Ich finde die ILV ein faires Angebot, den Stoff der 11. Jahrgangsstufe zu lernen. […] Die ILV ist aber keineswegs eine „Freizeitbeschäftigung“, bei der man sich nur in den Unterricht hineinsetzt und zuhört. Man muss auch dafür arbeiten und Zeit investieren, sich das eine oder andere Thema selbst beizubringen.“ (Emma Conz)
„Die ILV hat mir gutes Zeitmanagement beigebracht, indem die Hausaufgaben herausfordernd, aber zeitlich relativ machbar waren. Jedoch empfehle ich die ILV zu wählen, wenn man ein Auslandsjahr machen möchte. Wenn es nicht nötig ist, die elfte Klasse zu überspringen, ist die ILV auch nicht so ein attraktives Angebot.“ (Tejas Shivakumar)
„Für die ILV ist sehr viel Selbständigkeit gefordert, die man aber auch „erlernen“ kann. Für mich persönlich war der Einblick in die 11. Klasse sehr hilfreich, da dieser gezeigt hat, was ich während meinem Auslandsjahr an Stoff verpassen werde und was ich alles nachzuholen habe, um erfolgreich nach meinem Auslandsaufenthalt in die 12. Klasse voranzuschreiten.“ (Daniel Theiss)
Alles Gute für eure Zukunft, ihr vier!
Martin Brunner (ILV Deutsch)